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Heinrich Pachl im Kunsthaus Seelscheid

Veranstaltungen


Heinrich Pachl, Deutscher Kabarettpreis 2006

Auf Einladung der SPD Neunkirchen-Seelscheid gastierte am Sonntag, dem 17.05.2009, Heinrich Pachl vor geladenen Gästen im Kunsthaus Seelscheid mit seinem Programm „Die Spur der Scheine“.

In gut zwei Stunden ging es um die Finanzkrise, die Banker und das Geld. Nach Pachls Ansicht ist Geld scheu wie ein Reh, das sich nachts den Weg nach Luxemburg oder Lichtenstein sucht. Kein Wunder, dass im ersten Aufzug des Abends Josef Ackermann und Peer Steinbrück, als Watschenmann der „Spezialdemokraten“ nach Hans Eichel bezeichnet, neben Peter Sodann, der manchmal auch „Ehrlicher“ wirkte, die Hauptrollen spielten.

Aber kaum ein Politiker blieb ungeschoren, bis auf Westerwelle und zu Guttenberg, kurz Dauerwelle gegen Haarfestiger. „Wie ist die Steigerung von Kohl?“ Mit dieser Frage leitete Pachl zum Bundespräsidenten Köhler über und war dann auch schnell bei Angela Merkel, die er als „vorpommersche Kampfkartoffel“ betitelt oder auch beim „wieder aufgetauten Lederstrumpf“, Franz Müntefering, dem „Untoten“, Roland Koch sowie dem „Luzifer“ Oskar „La Fontäne“.

Der sicherste Anlagetipp, den Pachl am Sonntag den Seelscheidern empfehlen konnte, ist der Kauf von Matratzen. Im Gegensatz zu Börsen und Banken, die unser Geld brauchen, wenn wir es nicht brauchen, bleiben 100 Euro unter der Matratze nach einem Jahr auch 100 Euro. Um ganz sicher zu sein, könnte man vor unsere Thuja-Hecken noch bewaffnete Gartenzwerge aus NVA-Beständen stellen.

Man sollte aber auch mal einen Blick über die Thuja-Hecken werfen, empfahl Pachl. Dann wird man feststellen, dass im Flachland auch Menschen leben. Zum Beispiel dort, wo man das trinkt wie man auch spricht. Deswegen heißen die kölschen Kommunalpolitiker ja auch Lokalpolitiker. Nippes ist nichts für die Anrichte, sondern Pachls Wohnsitz. Und Köln ist Kasse. Das Zusammenwirken von Politik und Wirtschaft, verdeutlicht am PPP-Neubau der Messehallen, war als „Klüngel“ ein Schwerpunkt des zweiten Programmteils. Bei den Messehallen hatte Fritz Schramma wohl so wenig wie beim Stadtarchiv gewusst, obwohl er informiert war, dass einige etwas gewusst hatten, aber nichts gesagt haben. Pachl konnte auch berichten, dass der Oberbürgermeister bis nachts um 2.00 Uhr vergeblich auf einen Anruf gewartet hat, bevor er am nächsten Morgen seinen Rücktritt verkündete. Ein Rücktritt, der sechs Monate dauern wird? Gewartet hatte Schramma auf einen Anruf vom Ministerpräsidenten. Sie wissen schon, vom ehemaligen Zukunftsminister unter Kohl, der sich auch mal für „Kinder statt Inder“ entschied. Aber nun kommt Kurth, Peter Kurth, der Ex-Finanzsenator von Berlin aus Siegburg. Und das ist auch gut so, meint nicht nur Klaus Wowereit.

Mit einem Feuerwerk des politischen Kabaretts, das vom Zuhörer volle Aufmerksamkeit erforderte, ging ein unterhaltsamer und mit viel Beifall bedachter Sonntagnachmittag viel zu schnell zu Ende.
Bei Gelegenheit: Da capo, Heinrich Pachl.