Sie fragen, wir antworten! Weiterführende Schulen in Neunkirchen-Seelscheid (Teil 7)

Veröffentlicht am 24.08.2012 in Schule und Bildung
Ulrich Galinsky

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

für die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Schulen sind nach dem Schulgesetz NRW das Land Nordrhein-Westfalen und die Schulträger gemeinsam verantwortlich.
Die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid ist verpflichtet, Schulen zu errichten oder fortzuführen, wenn in ihrem Bereich ein Bedürfnis besteht und die durch Gesetz vorgegebene Mindestgröße gewährleistet ist.
Die Entwicklung des Schüleraufkommens und der Wille der Eltern sind bei der Feststellung des Bedürfnisses zu berücksichtigen.

Durch die Vorgaben der Oberen Schulaufsicht, die Eltern der Grundschulen zu befragen, ist der Elternwille definiert. Ob eine Schule tatsächlich ihren Betrieb aufnehmen kann (Genehmigungsvorbehalt der Bezirksregierung) entscheiden wiederum Eltern des 4.Jahrgangs.
Was im Laufe der nächsten zwölf Monate geschieht, wird in erster Linie von den Eltern im Rahmen der beschlossenen Elternbefragung bestimmt.
Wenn es aufgrund eines Antrages der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid und aufgrund der Genehmigung der Bezirksregierung sowie durch ausreichende Anmeldungen auch zu einer Errichtung einer Schule des längeren gemeinsamen Lernens in Neunkirchen kommt, werden zunächst erfahrene Lehrkräfte als Rektor und Konrektor kommissarisch mit dem Aufbau der neuen Schule beauftragt. Lehrerinnen und Lehrer, auch der mittelfristig schließenden Schulen in Neunkirchen, müssen sich für die neue Schule bewerben, die jahrgangsweise aufgebaut wird.

Ich habe vier Jahre meines Lebens an der Unterweser verbracht und war dort schon von „Leuchttürmen“ umgeben. Am meisten stört mich in der Argumentation der „Realschulbewahrer“, dass man einer anderen Schulform schon vor ihrer Eröffnung – wenn auch nicht direkt – abspricht, ein „Leuchtturm“ zu werden.
Man wird den Eltern nicht gerecht, die eine andere Schulform vorziehen, nicht dem Schulträger und nicht dem größer werdenden Lehrerkollegium, das mit Sicherheit aus engagierten, erfahrenen und befähigten Schulleitern, Lehrerinnen und Lehrern besteht.
Da eine andere Schule auch noch in den Räumen, der für eine Übergangszeit weiterhin bestehenden Realschule aufwächst, ist doch davon auszugehen, dass nicht alles über Bord geworfen wird, was den Schriftzug „Clara-Schumann-Realschule“ trägt.

Liebe Eltern, wahrscheinlich sind Ihnen alle Ratsmitglieder dankbar, wenn Sie uns demnächst im Rahmen der Elternbefragung ein eindeutiges Zeichen geben, welchen Schultyp Sie in Ihrer Wohngemeinde zukünftig für die weitere Schulausbildung Ihrer Kinder bevorzugen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen in den vergangenen Sommerferien mit unseren Beiträgen schon einige Fragen beantworten konnten und hoffen, dass Ihre restlichen Fragen in den drei Informationsveranstaltungen an den Grundschulen, die Ihre Kinder besuchen, beantwortet werden.

Ich hoffe, dass Sie erholt aus dem Urlaub zurückgekehrt sind und wünsche Ihnen im Namen der SPD Neunkirchen-Seelscheid ein schönes Wochenende.

Ulrich Galinsky
Ratsmitglied

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