Das Fass ohne Boden hat einen Namen - Mensa

Veröffentlicht am 19.03.2008 in Kommunalpolitik

Nicole Männig

Dabei ist es so einfach

In der vergangenen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wurde uns wieder das Thema Mensa serviert. Hoffnung keimte bei uns auf, als wir am selben Tag die Mitteilung der FDP auf den Tisch bekamen, in der "insbesondere die Entwicklung der Errichtungskosten der Mensa als exorbitant" bezeichnet und angekündigt wurde, aus diesem Grund dem Haushaltsentwurf 2008 nicht zuzustimmen. Auf den ersten Blick schien es, als wäre man doch noch zur Besinnung gekommen.

Leider nein! Es war nur ein Spektakel, um das Gesicht zu wahren!

Mit einem Pseudo-Sparprogramm versuchen nun CDU und FDP, den Bürgern unserer Gemeinde diesen „Prachtbau“ doch noch als Gourmet-Tempel schmackhaft zu machen. Einige Streichungen hier und einige da et voilà: Einsparungen von 85.000,- € taten sich auf! Hört sich gut an, ist es aber nicht. Denn dieses Gebäude soll weiterhin 2,45 Millionen € kosten, und dabei ist es noch nicht mal fertig gestellt. Da sind diese Einsparungen nur die berühmten „Peanuts“, aber jeder Häuslebauer weiß um die Kosten, die sich noch bis zur Vollendung auftun.

Man muss sich natürlich zu Recht fragen: War das alles denn von Anfang an brotnötig? Gibt es da nicht nachhaltigere Einsparmöglichkeiten?

Unsere Antwort: Selbstverständlich kann man sinnvoller sparen!

Wir fragen uns unter dem Aspekt der Gleichbehandlung: Wo ist die Existenzberechtigung für die geplante und voll ausgestattete - ergo immens teure - Küche?

Dass inzwischen Catering-Essen sehr hochwertig ist, wenn es auf spezielle Weise zubereitet ist, sollte jedem bekannt sein. Unser Standpunkt war und ist deshalb folgender: Warum nicht einen Catering-Betrieb beauftragen, der ohnehin schon über eine komplette Großküche verfügt, ihm die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit einem gesunden Mittagessen übertragen und dafür auf die sündhaft teure Küche und Folgekosten im Betrieb verzichten?

Aber alle unsere Kinder sollen "frisch gekochte" Mahlzeiten bekommen, heißt es seitens der CDU!

Dies ist aber bei dem derzeitigen Konzept der Schulspeisung seitens der CDU/ FDP nicht der Fall. Lediglich die Schulkinder, die in der Mensa essen, erhalten die dort zubereiteten Speisen aus der Küche auf den Teller. Die Schulkinder in Seelscheid und Wolperath aber werden mit so genannten Thermoboxen ihr Essen weiterhin geliefert bekommen.

Antworten auf die obigen Fragen bekamen wir selbstverständlich nicht!

Warum denn auch?

Man könnte ja seinen eigenen Argumenten widersprechen!

Was bleibt, ist unsere Hoffnung, dass auch den anderen Parteien endlich ein Licht aufgeht.

Ein schönes Osterwochenende und viel Spaß beim Eiersuchen!

Nicole Männig
Pressesprecherin der SPD Neunkirchen- Seelscheid

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