24.01.2009: Malteser = Salesianer?

Veröffentlicht am 24.01.2009 in Kommunalpolitik

Es war einmal ein Mann, dem wurde die Frau krank.
Da sie eine gute Ehe führten, war der Mann sehr besorgt.
Die Frau rief den Mann an ihr Krankenlager und sagte:
„Ich werde nicht mehr lange unter euch sein“
Der Mann war sehr verzweifelt und verfiel in tiefe Traurigkeit.

„Du bist der Fixstern in unserer Familie, du hast uns viele Jahrzehnte Orientierung und Halt gegeben, du bist das Leuchtfeuer in der (Bildungs-)Wüste, durch dich ist unsere Familie weit über die Grenzen des Dorfes bekannt. Wir können nicht ohne dich leben.“

Die Frau tröstete ihn: „Nimm meine Halbschwester Aishe zur Frau, die wird dir auch eine gute Frau sein.“

Der Mann holte die Halbschwester ins Haus und stellte sie seinen Kindern vor: „Ich werde sie zur Frau nehmen, wenn Eure Mutter nicht mehr ist und es wird alles so weiter gehen, wie bisher.“

Die Kinder waren froh, dass ihr Vater wieder Hoffnung für die Zukunft hatte.

Die Halbschwester aber machte Unterschiede zwischen den Kindern und schloss nicht alle in ihr Herz.

Der älteste Sohn sprach zu seinem Vater: “Vater, ich freue mich, dass du für dich eine Lösung gefunden hast. Aber ist das auch eine Lösung für alle? Willst du dir nicht Zeit geben, eine neue Frau zu suchen. Nur weil sie auch schwarze Augen hat und schwarzes Haar und die Halbschwester ist, ist sie noch lange nicht wie Mutter, sie hat nicht dieselben Verdienste und sie schließt nicht alle Kinder in ihr Herz.“

Der Vater wurde sehr zornig, weil sein Sohn so redete: „Du beschmutzt die Ehre unserer Familie. Es ist der Wille deiner Mutter, dass ihre Halbschwester nachfolgt, wenn sie nicht mehr ist. Es kann also nur diese Lösung geben. Du bist nicht mehr mein Sohn.“

Auch die anderen Geschwister beschimpften den Bruder und spuckten vor ihm aus: „Du achtest nicht die Regeln und Umgangsformen in unserer Familie. Du gehörst nicht mehr zu uns. Du lästerst Allah.“

Der Sohn war erschrocken, weil die anderen so mit ihm redeten und ihn verstießen und er sagte: „Auch wenn ihr mich verstoßt, so fühle ich mich nicht schuldig, nur weil ich gesagt habe, dass die Halbschwester nicht ist wie die Mutter und dass nicht alles so weiter gehen kann wie bisher.“

Peter Vogel
Neunkirchen im Januar 2009

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