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Mit Rhesie über die Dörfer

Verkehr


Wolfgang Maus

Modellvorhaben Mobilität 2.0 bedarf der Nachbesserung

 

Mitte August 2021 wurde in Neunkirchen-Seelscheid mit Mobilität 2.0 das Modellprojekt zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gestartet. Die Anbindung der 60 Dörfer und Weiler unserer Gemeinde durch den ÖPNV ist schon seit Jahren besonderes Anliegen der Kommunalpolitik aller Parteien. Die SPD in Neunkirchen-Seelscheid hatte notwendige Verbesserungen jüngst noch in ihrem Wahlprogramm angemahnt, insbesondere auch die fehlende Busverbindung zwischen den beiden Hauptorten. Bisher hat nur der ehrenamtlich organisierte Bürgerbus zur Mobilität zwischen Neunkirchen und Seelscheid beitragen können.

 

Nunmehr schließt der Berghüpfer als Buslinie 578 die Lücke und verbindet über einen festen Fahrplan die beiden Gemeindeteile unter Einbezug der Orte auf dem Höhenrücken zwischen Neunkirchen und Seelscheid.

 

 

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Individuelle Fahrten werden „auf Abruf“ mit Rhesi angeboten. Allerdings setzt die Benutzung von Rhesi die kontaktlose Anmeldung mit einem Smartphone voraus, worüber der Buchungsvorgang für eine Fahrt gestartet werden muss. Zudem muss eine Bankverbindung zur Abbuchung des Fahrpreises von 2,25 € je Fahrtstrecke hinterlegt sein.

 

Im Zeitalter zunehmender Digitalisierung, die ja auch von der SPD vorangetrieben wird, ist das sicher kein Hexenwerk.

Allerdings besitzt noch lange nicht jeder ein Smartphone, bzw. kann es auch bedienen. Und vor allem ältere Menschen tun sich damit recht schwer.

Bei der Vorstellung von Rhesi im Ausschuss hatten wir auf diese Problematik hingewiesen; steht doch gerade die Barrierefreiheit bei der Nutzung öffentlicher Einrichtungen durch alle Teile der Bevölkerung im Fokus. Es reicht nicht, wie von einem Vertreter des Kreises angeregt, Kurse zur Nutzung von Mobiltelefonen über die VHS anzubieten, wenn bereits die manuelle Bedienbarkeit scheitert. Auch eine mögliche Hilfe durch Angehörige oder Einrichtungen der Seniorenbetreuung ist nur Teil einer Lösung. Wir haben z. B. angeregt, beim Umstieg vom Linienbus auf Rhesi zur Weiterfahrt an den Wohnort den Fahrtwunsch beim Buspersonal anzumelden und das Ticket dort bar zu bezahlen, was aber nicht vorgesehen sei. Personen mit körperlichen Einschränkungen werden Rhesi ohne fremde Hilfe für eine spätere Rückfahrt ebenfalls nicht nutzen können. Es besteht Nachbesserungsbedarf.

 

Das Modellprojekt Mobilität 2.0 ist zwar erst kurz in Betrieb. Wenn es aber gelingt, schon jetzt festgestellte Probleme zu lösen, dürfte dies die Akzeptanz erhöhen, um nach Ablauf der Testphase zu einer Dauereinrichtung für unsere Einwohnerschaft werden zu können. Wir haben daher beantragt, zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Mobilität und Energie einen Projektverantwortlichen einzuladen und gemeinsam nach kurzfristig umsetzbaren Lösungen zu suchen.