Gesunde Kommune

Veröffentlicht am 06.10.2023 in Allgemein

Beim Hitzeschutz sind auch die Kommunen gefordert.

Dass sich das Klima verändert, kann angesichts von zunehmenden Dürreperioden mit extremer Hitze und Waldbränden als Folge, Starkregenereignissen und Überschwemmungen von niemandem mehr geleugnet werden. Es handelt sich auch nicht, wie bislang gern behauptet um singuläre örtliche Wetterereignisse, „die halt mal so passieren“.. Vielmehr ist es so, dass das Wetter vom Klima gemacht wird. Und auch Neunkirchen-Seelscheid wird davon nicht geschont. Kinder, Kranke, Menschen im Alter und Menschen mit Behinderung reagieren besonders anfällig auf solche Belastungen durch Hitze. Und wer auf dem diesjährigen Seelscheider Sommer unterwegs war, hat  angesichts des Hitzestaus durch die brütende Hitze auf der Zeithstraße deutlich erfahren müssen, wie sich die Hitze auf den Organismus auswirkt.. Nach Aussagen von  Meteorologen ist das erst der Anfang…

Auf die signifikante Zunahme von Todesfällen, allein oder zusammen mit Vorerkrankungen ist Ergebnis von extrem steigenden Temperaturen, hat der Bundesgesundheitsminister zutreffend hingewiesen.

Das Thema Gesundheit als kommunalpolitisches Handlungsfeld gewinnt  in Zeiten des Klimawandels insbesondere für den Hitzeschutz der Bevölkerung immer mehr an Bedeutung. 

Bereits 2008 als Reaktion auf den Hitzesommer 2003 mit 40.000 Hitzetoten in West- und Mitteleuropa wurde von der WHO eine Leitlinie zur Erstellung von Hitzeschutzplänen vorgelegt.

Zwischenzeitlich haben die Temperaturhöchstwerte neue Rekorde erzielt, was den Bundesgesundheitsminister zu weiteren Warnungen hinsichtlich steigender Hitzetote und im Juli 2023 zur Veröffentlichung von Informationen zum Hitzeschutzplan für die Gesundheit veranlasste.

Es besteht Handlungsbedarf, denn auch der Gesundheitsschutz gehört zur kommunalen Daseinsvorsorge. 

Dabei unterstützt das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen Kommunen bei der Entwicklung kommunaler Strategien mit verschiedenen Unterstützungsformen für alle Schritte in diesem Planungs- und Umsetzungszyklus.

Als kommunale Handlungsfelder bei der Klimaschutzprävention zum einen die Bauleitplanung zu verorten, bei deren Aufstellung verstärkt auf die klimatischen Auswirkungen zu achten ist. Bebaute Flächen müssen so angelegt werden, dass durch Begrünung Schattenbildung und Abkühlung über Begrünungsmaßnahmen  ein übermäßiges Aufheizen verhindert werden kann. Luftschneisen zur freien Landschaft hin leisten hier ebenfalls einen Betrag zur Vermeidung von Hitzestau. 

Bestandteil des vom Gemeinderat zudem verabschiedeten Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) ist auch eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität ad den Hauptverkehrsstraßen der beiden Hauptorte. Hierzu gehört aus Sicht der SPD auch an geeigneter Stelle für eine Schatten spendende Bepflanzung ggfls. mit  begrünten Pergolen zu sorgen. In einem früheren Antrag hat die SPD-Fraktion die Aufstellung von der Erfrischung dienenden Trinkwasserbrunnen gefordert. Die von der

Verwaltung vorgeschlagene und derzeit erarbeitete Baumschutzsatzung wird einen Beitrag zum Kleinklima leisten können. Besonders Laubgehölze leisten durch die Speicherung von Kohlenstoff nicht nur einen wichtigen Beitrag bei der Reduzierung von CO2 aus der Atmosphäre. Als Schattenspender gewähren  Laubgehölze  Schutz vor  Sonnenstrahlung und sorgen durch die Verdunstung bei der Wasseraufnahme über das Blattwerk für Kühlung der Umgebungsluft.

Bei kommunalen Gebäuden im Bestand sollte Hitzeschutz in Form von Dach- und Fassadenbegrünung entsprechend den baulichen Gegebenheiten nachgebessert werden. Hier sind aber auch die privaten Eigentümer gefordert.

Wichtig erscheint der SPD-Fraktion, die Einwohnerschaft für den notwendigen Eigenschutz bei zunehmender Hitze zu sensibilisieren und hat hierzu die Erstellung eines Informationsflugblatts beantragt, dass an alle Haushalte verteilt und zur Auslegung an Stellen mit Publikumsverkehr zugänglich gemacht werden soll. Ähnlich, wie  im vergangenen Jahr anlässlich des großflächigen Stromausfalls soll hier über den Flyer zum Hitzeschutz die Bevölkerung Informationen zum Verhalten bei starker Hintze und entsprechenden Vorsorgemaßnahmen erhalten. Diese Informationen sollen auch auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden."

Wolfgang Maus

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