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Radweg weg! Ausschuss vergibt Chance für Radwegverbindung

Verkehr


Wolfgang Maus

Vor einigen Wochen hatten wir an dieser Stelle über den SPD-Antrag zu einer Radwegverbindung zwischen dem Wahnbachtal und der Ortschaft Herkenrath mit weiterer Anbindung an die B 56 in Pohlhausen berichtet.

 

Leider wurde im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Energie unserem Vorschlag nicht gefolgt und so die Chance für eine sichere Radwegverbindung mit Vermeidung der für den Radverkehr nicht ungefährlichen Nutzung der B 507 zum Verkehrsknoten in Pohlhausen vertan.

Der SPD-Vorschlag hatte den Charme auch dank hoher Landesförderung bei geringem Eigenanteil der Gemeinde einer raschen Realisierbarkeit. Da die Radwegtrasse über den vorhandenen unbefestigten Wald- und Wirtschaftsweg ohne zusätzlichen Flächenverbrauch und mit Schonung der Umwelt verlaufen würde, entstünden außer der Befestigung der Wegefläche und Ausschilderung keine weiteren Kosten.  Mit offensichtlich fadenscheinigen Gründen torpedierten CDU, FDP und die GRÜNEN das Vorhaben und schoben es auf den Sankt Nimmerleinstag. Es wird eine teure und noch gar nicht in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie ins Feld geführt, die einen ganz anderen Bereich betrifft. Denn darin sollen die beiden Ortsdurchfahrtstraßen auf Alternativen für den Radverkehr untersucht werden. Man fürchtet offenbar Konkurrenz, wo keine ist. Der Vorschlag der SPD-Fraktion wäre auch sofort machbar, ohne Umweg über irgendwelche in der Zukunft liegende Studien. Aus Erfahrung weiß man, dass quasi planreife Vorhaben größere Chancen auf Realisierung haben als Konzepte, die noch nach Vorliegen einer Machbarkeitsstudie auf Umsetzbarkeit in planerischer und finanzieller Hinsicht untersucht werden müssen. Da sollte einem der Spatz in der Hand näher sein als die Taube auf dem Dach!

Jüngst erst hatte sich der Vertreter der GRÜNEN bei der Vorstellung des Fahrradklimatests des ADFC, der übrigens unseren Vorschlag ausdrücklich begrüßt, über fehlende Radwegverbindungen in der Gemeinde beklagt.

Gespannt sind wir auf die planerische Umsetzung des Vorschlags einer Radwegverbindung zwischen Neunkirchen und Seelscheid. Hierzu haben Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a des Antoniuskollegs eine umfangreiche Untersuchung angestellt, die auf dem „Mobility Vision 2025“ - Ideenwertbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Zwar hat die CDU die Vorstellung des Ergebnisses im Ausschuss beantragt; hoffentlich fällt aber nicht zur allgemeinen Enttäuschung eine nähere Befassung wiederum der von den GRÜNEN als vorrangig eingestuften Machbarkeitsstudie zum Opfer.