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Gärten des Grauens

Kommunalpolitik

Lebendiges Grün statt sterile Schotterwüsten

In der jüngsten Sitzung des Energie-, Umwelt- und Planungsausschusses stand die Beratung verschiedener Bebauungspläne an. Neben den üblicherweise vorzunehmenden Festsetzungen zu Art, Umfang, Größe und Dachneigungen sind auch Regelungen zu den nicht überbaubaren Flächen zu treffen. Die Bedeutung von Begrünungsmaßnahmen ist nicht zu unterschätzen. Bereits in den späten 80er Jahren hatte die Gemeindeverwaltung den Grundstückserwerbern und Bauherren mit der Broschüre „Mut zum naturnahen Garten“ Anregungen und Tipps zur Gartengestaltung mit auf den Weg gegeben. Meldungen über einen Rückgang z.B. von Insekten und auch deren Häufigkeit nehmen zu, weil ihre Lebensräume im Zuge von Baumaßnahmen verändert oder sogar zerstört wurden.

Vor diesem Hintergrund beantragte die SPD-Fraktion, die Freiflächen der im Bebauungsplan auszuweisenden Grundstücke gärtnerisch zu gestalten, um einen wichtigen Beitrag für das Kleinklima auch zur Schaffung und zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten. Damit sollte auch die Anlage von Schotterwüsten ausgeschlossen werden.

Leider ist die Einsicht, dass auch die Gartengestaltung einen wichtigen Beitrag für Klimaschutz und Artenvielfalt leisten kann, nicht überall verbreitet. Statt der Anpflanzung mit hier heimischen Sträuchern, Bäumen oder einer Blumenwiese werden als vermeintliche pflegeleichte Alternative monotone Schotterflächen angelegt, die treffend „Gärten des Grauens“ genannt werden. Dass solche Steinwüsten auch angesichts von Temperaturanstieg und Trockenheit das Kleinklima vor Ort beeinträchtigen, während begrünte und bepflanzte Gärten Feuchtigkeit speichern und Lebensraum und Rückzugsgebiet für die Tierwelt sind, dürfte hinlänglich bekannt sein. Erfüllen sie doch wichtige ökologische Funktionen und halten die Stoffkreisläufe in Gang. Das überstrapazierte offensichtlich auch die Einsichtsfähigkeit der Ausschussvertreter von CDU und FDP. Wollten sie doch die Gartengestaltung ausschließlich ins Belieben der Grundstückseigentümer stellen, wozu auch die Anlage der sterilen Schotterwüsten gehören soll. Dem ist die Ausschussmehrheit von SPD, den beiden Grünenfraktionen und der Vertreter von WfNkS entgegen getreten.